Die Mennonitengemeinde Ingolstadt

 

Weltweit gibt es etwa eine Million getaufte Gemeindemitglieder, von denen mehr als die Hälfte in Afrika, Asien sowie in Mittel- und Südamerika leben. Früher war der Glauben in Russland und Kanada verbreitet, siedelte jedoch innerhalb der letzten zwei Jahrzehnten auch nach Europa über. In Litauen existiert ein College mit Bezug zu den Mennoniten.

In Deutschland gibt es heutzutage 51 Gemeinden mit 24500 Mitgliedern , die Anhänger von Menno Simons sind, zu denen auch die Mennonitengemeinde Ingolstadt zählt. Obwohl ihre Grundlage die Bibel ist ( im Rahmen des apostolischen Glaubensbekenntnisses ), bezeichnet sie sich selbst als eine Freikirche, denn sie ist der Auffassung, dass sie ihr Gemeindeleben selbstständig gestalten kann, ohne jegliche Verflechtung im Staat. Ihr erscheint es sehr wichtig, dass sie frei von automatischer Zugehörigkeit durch die Kindertaufe sind . Die freiwillige Mitgliedschaft in der Gemeinde wird groß geschrieben. Das Anliegen der Gemeinde besteht darin, ein geistliches zu Hause und eine verbindliche, konkrete Gemeinschaft zu finden. Jeder in der Gemeinde ist von Gott begabt und soll seine Gaben in das Gemeindeleben einbringen. Deshalb stehen regelmäßige Gemeindestunden und Gemeindeversammlungen auf dem Programm. Jedes Wochenende findet auch ein Gottesdienst statt, angeboten werden Hausbesuche, seelsorgerliche Begleitung Bibelkurse, Gebetsstunden, Mutter- Kindgruppen, Chormitgliedschaft Altennachmittage und Jugendarbeit, sowie Spielnachmittage für Asylbewerberkinder und es besteht der Kontakt zu einem Kinderhilfswerk in Ex-Jugoslawien.

Die Gemeindemitglieder in Ingolstadt suchen eine Verbindung zu weiteren Kirchen bzw. Freikirchen. Deshalb arbeiten sie lokal, bundesweit und international mit anderen Christen, Gemeinden und Kirchen zusammen. Sie gehören auch der ökomenischen Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) sowie der Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) an. Außerdem ist der norddeutsche Regionalverband Mitglied im Ökomenischen Rat der Kirchen, mit der die Gemeinde in Kontakt getreten ist und z.B. durch eine überkonfessionelle Konzertveranstaltungsinitiative mit dem Regionalverband kooperiert. Die Gemeinde sieht es als ein praktisches Zeichen, dass die verschiedenen Christen, egal ob freikirchlich, evangelisch etc. ihnen jederzeit zur Verfügung stehen.

Bis zum Ende des sechszehnten Jahrhunderts war in Süddeutschland die Täuferbewegung durch brutale Verfolgung völlig vernichtet worden. In der Schweiz hingegen überlebten nur ein paar kleine Gemeinden in abgelegenen Bergtälern die Verfolgung; viele wichen von dort aus in die Kurpfalz.

Wenn Sie weitere Informationen über Mennonitengemeinden benötigen, schauen sie doch einfach unter der Mennonitengemeinde Karlsruhe nach.