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Nach der Eroberung wurden alle Gilden
als Mitschuldige am "Aufruhr der Wiedertäufer" aufgelöst und
ihre Häuser beschlagnahmt; allen voran das erste städtische
Domizil des Kaplans Bernd Rothmann, das Haus der Kramergilde.
Obwohl sein Schätzwert 350 Gulden berug, bemächtigte sich
seiner der Hofmarschall des Bischofs für 150 Gulden. Es wurde in
den Jahren 1944/1945 völlig zerstört.
Nachdem die Gilden unter dem Namen "Ämter"
wieder zugelassen waren, kaufte das Krameramt 1558 das benachbarte Haus
und ließ an seiner Statt 1589 einen Neubau errichtem, der heute
noch steht. Als Schutzpatronin setzte man eine Justitia mit Schwert und
Waage an den Eingang.
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