Graf Franz von Waldeck

Wahrscheinlich 1491 geboren - Sohn des Grafen Philipp II. von Waldeck
Studium in Erfurt
Domherr in Köln, Trier, Mainz u. Paderborn
Probst des St. Alexanderstifts in Einbeck
1523/24
Lebt in eheähnl. Gemeinschaft mit Anna Pohlmann ( Tochter eines Leinewebers ) => 8 Kinder in Minden zum Bischofs gewählt

1532
in Osnabrück u. Münster zum Bischof gewählt als Kandidat Philipps von Hessen

1532
wegen Bündnis mit Landgrafen Philipp hat Münster durch Vertrag völlige Religionsfreiheit eingeräumt
lutherische Bewegung schlägt ins Radikale um
er versucht sie einzudämmen . Stadt fällt in Hände der täuferischen Sekte
Er muß zur Rückeroberung die Hilfe des Reiches anrufen
Stadt wird unterworfen und rekatholisiert – obwohl der Landgraf versucht, dies zu verhindern

Er wendet sich unter dem Einfluss des Landgrafen der Lehre Luthers zu

1534 Im Fürstenbistum Minden ( hier hat sich die lutherische Lehre
schon vor seinem Amtsantritt weitghend durchgesetzt ) :
der Bischof beschränkt sich darauf einen Ausgleich zwischen der
Stadt und dem Domkapitel zu vermitteln.

Im Fürstbistum Münster stößt er mit seinen
Reformationsbestrebungen aufdem Landtag auf geschlossene
Ablehnung.
Beteiligung am Zug der Schmalkaldischen Bundesverwandten gegen Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Osnabrück: Bischof und Stadt berufen gemeinsam den Lübecker Superintendanten Hermann Bonnus, um im ganzen Hochstift planmäßig die Reformation einzuführen. Dieser verfaßt lutherische Kirchenordnungen für die Stadt und das Stift.
Schmalkaldischer Krieg: Er wird von Landständen zur Neutralität zu Gunsten des Kaisers gezwungen.

Er gewährt aber den Kaiser nicht die gewünschte Unterstützung bei der Belagerung Bremens. > Verlust der Herrschaft Delmenhorst an Oldenburg.

(März) Auf dem Osnabrücker Landtag muß er die von Bonnus eingeführte Reformation widerrufen.

( Frühjahr) Aus Rache für die Beteiligung des Bischofs am Zuge gegen Wolfen Büttel: der älteste Sohn von Herzog Heinrich Philipp Magnus überfällt die drei Fürstbistümer, erpreßt Widergutmachungsgelder und zwingt den Administrator zum Verzicht auf Minden zu Gunsten des anderen Sohnes Herzog Julius Braunschweig-Wolfenbüttel.

Osnabrücker Stände verwehren dem Landesherrn die Rückkehr ins Land, bevor er ihnen nicht die Zahlung an den Braunschweiger erstattet hat

15.7. 1553 > Tod  auf seinem  Schloß in Waldeck an einem Schlaganfall.

Viktoria Haentjes