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Die
Amischen
Einleitung:
Die Amischen benennen sich nach Jakob Amann, der
im 17.
Jahrhundert ein Mennoniten - Ältester war. Er war der Meinung,
dass die
Christen ein einfaches und bescheidenes Leben führen sollten. So
sollte
man sich schlicht kleiden und seine Individualität nicht
entfalten;
zudem sollte man sich in die Gemeinschaft integrieren. Doch ein
"richtiger" Christ war für ihn nur ein bescheidener und schlichter
Mensch, der auch so denkt, fühlt und handelt. Dieses radikale
Denken
war der Auslöser für die Mennonitenspaltung in der Schweiz
und
Süddeutschland. Er verbannte alle, die nicht so dachten wie er und
er
schaffte es , dass sich dieses perfekte, christliche Gemeinschaftsleben
verwirklichen ließ.
Allgemein:
Nach 1700 zogen sie in die von ihnen sogenannnte
neue
Welt nach Pennnsylvania, wo sie auch noch heute ihr Hauptquartier
haben. Sie leben in größtmöglichen Abständen zur
heutigen Welt. Die
Amischen waren doch eingeschränkt, da sie immer wieder im Laufe
der
Zeit auf neue Umweltveränderungen reagieren mussten. Jedoch sind
im
Laufe der Zeit kleine Abspaltungen entstanden. Einige blieben streng
und lebten weiterhin nach den Vorstellungen von Jakob Amann widerum
andere passten sich den Veränderungen ein wenig an. Sie sprechen
eine
Altdeutsche Sprache mit englischen Redewendungen.
Die Amischen sind absolut gegen Kindergeld und
Sozialhilfe und gehören keiner Krankenkasse an. Sollte jemand
erkranken
oder einen Unfall haben, kann man jederzeit mit der Hilfe der
Nachbarn
rechnen. Im Ernstfall kommt dann das amische Hilfswerk, ein
Zusammenschluss verschiedener Diskrete, für 80% des Schadens auf,
denn
sie arbeiten mit dem Vorsatz aus der Bibel: "Einer
des anderen Last, so werdet ihr das gesetz christi erfüllen".
Familie:
Amische dürfen nur zwischen November und
Dezember
heiraten. Man kann sich nur vor der taufe für das Amische Leben
entscheiden, ohne dass man Konsequenzen daraus ziehen muss.
Eine Heirat ist nur möglich, wenn man getauft
ist.
Jedoch findet die Taufe erst zwischen dem 18 und 24 Lebensjahr statt.
Bei frisch verheirateten Paaren wird ein gutes Zusammenleben
vorausgesetzt, das ist der Grund dafür, dass ihnen kein Glück
gewünscht
wird. Zudem tragen die Amischen keine Ringe, tauschen keine
Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit aus und verschenken
keine Blumen.
Auf Festlichkeiten wird es vorgezogen, zu singen anstatt Musik zu
hören.
Typisch für eine amische Familie ist es,
sechs bis zehn
Kinder aufzuziehen; dies ist kaum verwunderlich, da die
Elterngeneration zwölf und mehr Kinder aufzog. Zudem ist das Leben
innerhalb der Familie stabil und einer lebenslängige Partnerschaft
ist
Tradition. Allerdings ist es ihnen gestattet, sich von dem Partner zu
trennen, wenn ein Partner ungläubig wird, eine Scheidung ist aber
nicht
erlaubt.
Doch heutzutage wird der Alltag der
Amischen noch folgendermaßen geprägt:
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Die Amischen haben eine Vorstellung von einer Welt ohne
Technologie und Elek- trizität da sie nach den alten Traditionen
und den Vorstellungen von Jakob Amann leben wollen. Sie fahren mit
Kutschen, lehnen Autos, Fernseher, Telefon, Radio und Computer ab, da
sie die Gefahr sehen, in die Wertesysteme einer modernen Welt
intergriert zu werden.
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Da die Amischen sämtliche Hilfsmittel zur
Herstellung ihrer Lebensräume ablehnen, stellen sie ihre
Gebrauchsgegenstände selbst her, wie zum Beispiel die Räder
für ihre Kutschen.
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Die Amischen stellen nicht nur die Räder der
Kutschen selber her, sondern auch ihre gesamte Inneneinrichtung, wie
zum Beispiel Betten, Schränke, Stühle, Tische, Kinderzimmer
und sogar die Einrichtungen für das Spielzeug der Kinder.
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Für die Amischen ist die Handarbeit sehr wichtig.
Sie fertigen so gut wie alle Kleidungen, Teppiche, Wandteppiche,
Kissenbezüge, Wolldecken und Handtücher selber her. All diese
Handarbeiten finden in einem Gruppenraum mit mehreren Frauen statt.
Für die Frauen ist diese Arbeit, sowie die Gottesdienste und die
Kinder die wichtigste und bedeutenste Beschäftigung des Tages.
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Die Amischen betreiben nicht nur Haus- und Handarbeit,
sondern sind auch landwirtschaftlich tätig. Sie bauen ihre
Nahrungsmittel selber an, wie zum Beispiel Kartoffeln, Rüben und
Getreide.
Wie auf dem Foto zu erkennen ist, gehen sogar die Kinder den
Erwachsenen zur Hand.
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Auf diesem Bild sieht man eine Schule, die typisch
für die Amischen ist. Sie halten nicht viel von
größeren Kinder- gärten und Schulen, da sie diese
für eine Gefahr ansehen, weil sich die Kinder in die
Gesellschaft und die Wertesysteme der modernen Welt einfügen
würden.
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