| 1530/31 beginnt die eigentliche Täuferbewegung. Bernhard Rothmann beginnt in St. Mauritz
reformatorisch zu predigen, wird aber dann von der Kirche angemahnt
seine Predigen zu unterlassen. Kurze Zeit später emigriert er nach
Münster, das bereits überwiegend lutherisch ist.
Der Bischof verlangt
nach Rothmanns Flucht seine Auslieferung. Ihm wird das Predigen
verboten. Der Rat ist sich uneinig, wie weiter mir Rothmann, der von
den Gilden unterstützt wird, verfahren wird. Rothmann nutzt die
Gunst der Stunde und predigt vor St. Lamberti und holt sich so
Unterstützung in der Bevölkerung. Bei den kurz darauf
folgenden Ratswahlen werden 19 katholische und 5 lutherische
Vertreter gewählt. Die im nächsten Jahr folgenden Ratswahlen
fallen für die Katholiken noch schlechter aus; 16 der 24 Räte
sind bereits lutherisch. Im September 1533 folgt dann sie
endgültige Trennung zwischen Reformatoren und Wiedertäufern,
worauf Rothmann erneut Redeverbot erhält.
Am 1. November nimmt Jan Matthys die Erwachsenentaufe in
Holland wieder auf. Rothmann, davon ermutigt, beginnt ebenfalls wieder
zu predigen. 4 Tage später, am 5. November 1533 erreichen die
Unruhen ihren Höhepunkt: die 3 Parteien (Protestanten, Katholiken,
Wiedertäufer) stehen sich bewaffnet gegenüber.
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Jan Matthys |